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Jahresbericht des Geschäftsführers
Matthias Ritter

Vorsorge, die Bestand hat

Das Anlagejahr 2025 war geprägt von einer fortschreitenden Stabilisierung der globalen Wirtschaft sowie einer schrittweisen Anpassung der Geldpolitik nach der starken Zinsanhebungsphase der Vorjahre. In den USA zeigte sich die Konjunktur weiterhin robust, während sich die Inflation langsam abschwächte. Vor diesem Hintergrund signalisierte die Federal Reserve eine vorsichtig lockerere geldpolitische Ausrichtung, was insbesondere risikobehaftete Anlagen unterstützte.

Die Aktienmärkte entwickelten sich insgesamt positiv. Vor allem US-Technologiewerte profitierten von anhaltend hohen Investitionen in künstliche Intelligenz und digitale Infrastruktur. Leitindizes wie der S&P 500 und der NASDAQ Composite erreichten neue Höchststände. Europäische Aktien zeigten eine moderatere Entwicklung, während die Schwellenländer ein gemischtes Bild boten – mit solider Dynamik in Indien, aber weiterhin verhaltenem Wachstum in China.

An den Anleihenmärkten führte die Erwartung sinkender Leitzinsen zu einer Stabilisierung der Renditen. Hochwertige Unternehmensanleihen entwickelten sich solide und boten weiterhin attraktive laufende Erträge. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Staatsanleihen hoch, da Investoren nach den starken Zinsanstiegen der vergangenen Jahre wieder vermehrt langfristige Renditechancen suchten.

Alternative Anlagen entwickelten sich unterschiedlich. Gold profitierte von geopolitischen Unsicherheiten und der anhaltenden Nachfrage nach sicheren Anlagen. Kryptowährungen verzeichneten ebenfalls deutliche Kursgewinne, wobei insbesondere der Bitcoin von zunehmendem institutionellen Interesse und neuen Anlageprodukten profitierte. Insgesamt zeigte sich 2025 als ein Jahr, in dem sich die Kapitalmärkte zunehmend an ein Umfeld moderater Inflation, stabilerer Zinsen und struktureller Wachstumsimpulse anpassten.

Neuer Auftritt / Stärkung Marke
Aufgrund einer neuen Verwaltungssoftware und des Schritts in die digitale Welt, wurde die Marke inkl. Logo und Schriftart grundlegend modernisiert. Dadurch wird die Marke Sozialfonds zukunftsweisend ausgerichtet und gestärkt. Im Laufe des Jahres 2026 werden die Werbeträger Sozialfonds Bus, Malbun sowie die Gebäudebeschriftungen stufenweise angepasst und erstrahlen in einem neuen Glanz.

Marke von 10’000 aktiv Versicherten erreicht / Rekordwachstum der Altersguthaben 
Aufgrund neuer Anschlüsse darf der Sozialfonds über 10’000 aktiv Versicherte begrüssen. Dies stärkt mittel- sowie langfristig die Versichertenstruktur und untermauert das gesunde demographische Verhältnis. Sehr erfreulich ist die Zunahme des Vorsorgekapitals der aktiv Versicherten von über 20 %. 

Umsetzung Immobilienstrategie 2040 – neue PV-Anlagen und Spatenstich Generationenhaus Ruggell
Es wurden im Berichtsjahr neue PV-Anlagen bei zwei Sozialfondsliegenschaften installiert, welche eine Eigennutzung von über 90 % haben.  Zudem wurden die eigenen Immobilienanlagen auf ihre langfristige Ertragskraft überprüft und falls notwendig bereits Schritte für mögliche Verbesserungen oder Verkäufe eingeleitet.

Als laufendes Projekt gilt das Generationenhaus in Ruggell, bei welchem wir die Baubewilligung erhalten haben und der Spatenstich für den Februar 2026 terminiert wurde. Dies ist ein Vorzeigeprojekt für die Immobilienausrichtung des Sozialfonds. Des Weiteren laufen Gespräche mit anderen Gemeinden für ähnliche Projekte, welche sich innerhalb der Immobilienstrategie 2040 sehr gut ergänzen und künftig konstante Cash-Flows generieren.

Erfolgreiche Migration und Fokus auf Digitalisierung sowie Ausbau Beratungskompetenz
Die Stiftung Sozialfonds setzt neu auch bei der Pensionskassenverwaltung auf Digitalisierung. Deshalb wurde im Februar 2024, nach einer intensiven Due Diligence / Evaluationsphase von möglichen Softwarelösungen entschieden, im Januar 2026 eine neue moderne Verwaltungssoftware einzuführen, welche den angeschlossenen Betrieben neu ein Onlineportal bietet. Diese Migration ist mit Stichtag 24. Januar 2026 erfolgreich umgesetzt worden und die Arbeitsabläufe werden neu und fortlaufend ergänzt sowie erweitert.

Ab Mitte 2026 wird eine App-Lösung für Versicherte mit Berechnungen zur Verfügung stehen.

Abschliessende Erklärung
Mit dem vorliegenden Jahresbericht 2025 kommen wir der Informationspflicht nach, welche uns vom Gesetz über die betriebliche Personalvorsorge vorgegeben wird. Dieses Gesetz regelt die Mindestanforderungen der Informations- und Auskunftspflicht an die Versicherten. Die Versicherten müssen jährlich in geeigneter Form über die Leistungs­ansprüche, den versicherten Lohn, die Beiträge, die Organisation und Finanzierung sowie die Mitglieder des paritätischen Organs (Stiftungsrat) informiert werden.

Zu dieser Informationspflicht zählt auch der persönliche Vorsorgeausweis, den jede versicherte Person am Jahresanfang bzw. bei Arbeitsantritt erhält. Mit diesem geben wir allen Versicherten Auskunft über die Entwicklung des Altersvorsorgeguthabens des abgelaufenen Jahres, die Verzinsung sowie über die versicherten Leistungen.

Pro versicherte Person und Jahr wird ein Verwaltungskostenanteil von CHF 180.– verrechnet. Dieser Betrag ist unabhängig vom AHV-Lohn und vom Beschäftigungsgrad und wird zu mindestens 50 % vom Arbeitgeber getragen.

Die Buchführung, Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den Vorschriften des Gesetzes über die betriebliche Personalvorsorge. Die Jahresrechnung, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang vermittelt die tatsächliche finanzielle Lage im Sinne der Gesetzgebung über die berufliche Vorsorge und entspricht den Vorschriften von Swiss GAAP FER 26.

Herzlich Euer

Matthias Ritter, Geschäftsführer

 

Eschen, im Mai 2026